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Weltportfolio-Regel

Die Regel in einem Satz

Die Weltportfolio-Regel: Der Kern deines Depots ist ein einziger, global gestreuter Aktien-ETF mit über 1'500 Titeln und Gesamtkosten unter 0,3 % — mehr Produkte braucht ein Privatanleger für den Aktienteil nicht. Komplexität ist im Depot ein Kostenfaktor, kein Qualitätsmerkmal.

Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

📐 Die Regel: 1 Welt-ETF (1'500+ Titel, TER < 0,3 %) als Kern

1'500–4'000 Unternehmen
Streuung
< 0,3 %, oft < 0,2 %
Kosten (TER)
Industrieländer ± Schwellenländer
Abdeckung
nahe null
Pflegeaufwand

Rechenbeispiel

PositionWert
Monatlicher Sparplan in 1 Welt-ETFCHF 800
Nach 20 Jahren (5,5 % netto)~CHF 350'000
Kostenunterschied TER 0,2 % vs. 1,2 % Fonds~CHF 40'000+
Nötige Handgriffe pro Jahr~1 (Sparplan prüfen)

Warum die Regel funktioniert

Ein Welt-ETF liefert die Marktrendite aller wichtigen Volkswirtschaften zum Minimalpreis — und die Marktrendite schlägt nach Kosten die grosse Mehrheit aktiver Fonds und Hobby-Stockpicker über lange Zeiträume, wie jahrzehntelange Vergleichsstudien konsistent zeigen. Genauso wichtig ist der Verhaltenseffekt: Ein Ein-Produkt-Depot bietet keine Stellschrauben für Aktionismus. Kein Rotieren zwischen Themen-ETFs, kein Länder-Timing, keine zwölf Positionen, die einzeln Angst machen — der Sparplan läuft, das Leben auch. Für Schweizer Anleger dazu praktisch: breite ETFs sind über günstige heimische und ausländische Broker ab kleinen Raten besparbar, und private Kursgewinne bleiben steuerfrei.

Wo die Regel bricht

«Welt» ist marktkapitalisiert meist stark USA-lastig (60 %+) und in USD-dominierten Titeln — wer das Währungs- und Konzentrationsprofil aus Schweizer Sicht dämpfen will, ergänzt bewusst (z. B. CHF-Anteil, Small Caps, Schwellenländer separat) und handelt sich dafür wieder Pflegeaufwand ein: ein legitimer Tausch, kein Fehler der Regel. Zweitens gilt die Regel nur für den Aktienteil — Notgroschen, Obligationen/Cash-Anteil und 3a-Struktur sind eigene Baustellen. Und drittens schützt sie nicht vor dem einzigen echten ETF-Risiko für Privatanleger: dem Verkauf im Crash. Das Produkt ist simpel; die Disziplin, es 20 Jahre zu halten, ist die eigentliche Leistung.

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Häufige Fragen

Welcher Index — mit oder ohne Schwellenländer?

Beides ist vertretbar: All-Country-Varianten (inkl. Schwellenländer) sind die bequemste Ein-Produkt-Lösung; Industrieländer-Indizes plus separater EM-ETF geben mehr Kontrolle. Wichtiger als die Wahl: dabei bleiben.

Ausschüttend oder thesaurierend aus Schweizer Sicht?

Steuerlich weitgehend gleichwertig (auch thesaurierte Erträge sind einkommenssteuerpflichtig, Kursgewinne steuerfrei). Ausschütter machen die Steuerdeklaration intuitiver, Thesaurierer den Zinseszins bequemer — Geschmackssache mit kleinem Verwaltungsunterschied.

Und Währungsabsicherung in CHF?

Für langfristige Aktienanlagen meist verzichtbar (kostet Rendite, Aktien sind Realwerte); fürs Obligations-/Cash-Segment in CHF dagegen sinnvoll bis selbstverständlich. Den Franken-Blick nicht mit Aktienrisiko verwechseln.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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