BW
📊

110-minus-Alter-Regel

Die Regel in einem Satz

Die 110-minus-Alter-Regel: Der Aktienanteil im Portfolio sollte etwa 110 minus dem eigenen Lebensalter betragen — mit 40 also rund 70 % Aktien, der Rest in sicherere Anlagen. Sie ist eine modernere, etwas aktienlastigere Variante der klassischen 100-minus-Alter-Regel und passt das Risiko ans Alter an.

Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

📐 Die Regel: Aktienanteil = 110 − Lebensalter

~80 % Aktien
Mit 30
~70 % Aktien
Mit 40
~50 % Aktien
Mit 60
100-minus-Alter
Variante von

Rechenbeispiel

PositionWert
Alter (Beispiel)40 Jahre
Aktienanteil (110 − 40)70 %
Sichere Anlagen (Obligationen, Cash)30 %
Anpassung mit dem AlterAktienanteil sinkt

Warum die Regel funktioniert

Der Grundgedanke ist, das Anlagerisiko ans Alter und den Anlagehorizont anzupassen. Junge Menschen haben einen langen Horizont bis zur Pensionierung und können Kursschwankungen aussitzen — sie profitieren von einem hohen Aktienanteil mit höherer erwarteter Rendite. Mit zunehmendem Alter und näher rückendem Ruhestand reduziert man den Aktienanteil zugunsten sichererer Anlagen, um das angesparte Vermögen vor Kurseinbrüchen kurz vor oder im Ruhestand zu schützen. Die Variante 110 (statt der älteren 100) trägt der längeren Lebenserwartung und den tiefen Zinsen auf sicheren Anlagen Rechnung — man bleibt länger stärker in Aktien investiert.

Wo die Regel bricht

Die Regel ist eine grobe Orientierung, keine massgeschneiderte Strategie. Die individuelle Risikofähigkeit und -bereitschaft zählt mehr als das reine Alter: Wer nachts nicht schlafen kann, wenn das Portfolio schwankt, sollte weniger Aktien halten, unabhängig vom Alter. Auch die persönliche Situation spielt eine Rolle — ein sicheres Einkommen und ein Notgroschen erlauben einen höheren Aktienanteil. In der Schweiz ist zudem zu bedenken, dass ein grosser Teil des Vermögens oft in der Pensionskasse liegt (eher konservativ investiert), was den Aktienanteil im frei verfügbaren Vermögen höher ausfallen lassen kann. Die Regel ist ein Startpunkt, den man auf die eigene Situation zuschneiden sollte.

📊

Vermögensübersicht führen

BudgetHub hilft dir, deine Vermögenswerte im Blick zu behalten — die Basis für eine passende Anlageaufteilung.

BudgetHub kostenlos starten →

Häufige Fragen

Wie viel meines Portfolios soll in Aktien sein?

Als Faustregel etwa 110 minus dein Lebensalter in Prozent — mit 40 also rund 70 % Aktien. Der Rest in sicherere Anlagen. Eine modernere, etwas aktienlastigere Variante der 100-minus-Alter-Regel.

Warum 110 statt 100 minus Alter?

Die Variante mit 110 trägt der längeren Lebenserwartung und den tiefen Zinsen auf sicheren Anlagen Rechnung — man bleibt länger stärker in Aktien investiert, was über lange Horizonte meist sinnvoll ist.

Gilt die Regel für jeden?

Nein, sie ist eine grobe Orientierung. Deine Risikofähigkeit und -bereitschaft zählen mehr als das Alter. In der Schweiz ist zudem das oft konservativ investierte PK-Vermögen mitzudenken.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

Mehr erfahren →

Verwandte Faustregeln