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Wie viel Rendite ist realistisch?

Kurz beantwortet

Breit gestreute Aktienanlagen lieferten historisch langfristig eine mittlere einstellige Jahresrendite, allerdings mit erheblichen Schwankungen und mehrjährigen Verlustphasen. Für die eigene Planung ist ein bewusst vorsichtiger Wert sinnvoller als ein historischer Durchschnitt.

Kategorie: Anlegen·Zuletzt geprüft: ·Autor: Leutrim Miftaraj
Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

Die wichtigsten Zahlen

mittlerer einstelliger Bereich p. a.
Historisch, breite Aktienmärkte
erheblich, auch stark negativ
Schwankung einzelner Jahre
vorsichtiger Wert ansetzen
Für Planung empfohlen
Kosten und Teuerung abziehen
Nicht vergessen

Der Durchschnitt existiert in keinem Jahr

Eine langfristige Durchschnittsrendite ist ein statistisches Konstrukt: Einzelne Jahre liegen deutlich darüber oder darunter, und Verlustphasen können mehrere Jahre dauern. Wer mit dem Durchschnitt plant, plant mit einem Wert, den er in der Praxis fast nie erlebt. Für die Frage, ob ein Sparziel erreichbar ist, ist deshalb eine konservative Annahme die ehrlichere Grundlage.

Was von der Rendite übrig bleibt

Von der Bruttorendite gehen Fondskosten, Depotgebühren und Transaktionskosten ab, danach die Teuerung. Was zählt, ist die reale Nettorendite — und sie liegt spürbar unter der Bruttozahl, mit der oft geworben wird. Genau deshalb ist die Kostenkontrolle der wirksamste Hebel: Sie wirkt sicher, während die Bruttorendite ungewiss bleibt.

Warum überhöhte Erwartungen schaden

Wer mit hohen Renditen plant, spart zu wenig und ist enttäuscht, wenn der Markt liefert, was er üblicherweise liefert. Enttäuschung führt zu Umschichtungen, und Umschichtungen kosten. Eine vorsichtige Annahme führt umgekehrt dazu, dass die Sparrate ausreichend hoch angesetzt wird — und die Sparrate ist der Faktor, den du tatsächlich beeinflussen kannst.

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Häufige Rückfragen

Wie lange können Verlustphasen dauern?
Historisch gab es an breiten Aktienmärkten Phasen von mehreren Jahren ohne Erholung. Deshalb gilt ein Mindesthorizont von zehn Jahren als Voraussetzung für eine hohe Aktienquote.
Sind Obligationen eine Alternative?
Sie schwanken weniger, liefern aber langfristig auch weniger. In einem Portfolio dienen sie primär der Stabilisierung, nicht der Rendite.
Was ist mit garantierten Produkten?
Garantien kosten Rendite — sie werden über Struktur und Gebühren bezahlt. Für langfristige Ziele sind sie deshalb selten die effizienteste Lösung.

Grundlagen und Quellen

  • Langfristige Indexdaten breiter AktienmärkteHistorische Renditeverteilung über mehrere Jahrzehnte
  • BFS — Landesindex der KonsumentenpreiseTeuerung als Massstab für die reale Rendite

Redaktionell aufbereitete Information ohne Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Beträge sind Richtwerte für 2026 und können je nach Kanton, Anbieter und persönlicher Situation abweichen. Keine Provisionen, keine bezahlten Platzierungen. Zur Methodik · Fehler melden

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Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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