Wie sparen Eltern am besten für ihre Kinder?
Bei einem Horizont von zehn Jahren und mehr ist eine Wertschriftenlösung dem Sparkonto meist überlegen. Wichtig ist die Frage, auf wessen Namen gespart wird: Vermögen auf den Namen des Kindes gehört dem Kind und steht ihm mit 18 zur freien Verfügung.
Die wichtigsten Zahlen
Die entscheidende Vorfrage
Vermögen, das auf den Namen des Kindes läuft, gehört rechtlich dem Kind. Die Eltern verwalten es bis zur Volljährigkeit im Interesse des Kindes und dürfen es nicht für eigene Zwecke verwenden. Mit 18 verfügt das Kind frei darüber — auch anders, als die Eltern es gedacht hatten. Wer das nicht will, spart auf eigenen Namen mit einem klar definierten Zweck.
Warum der Horizont für Wertschriften spricht
Wer ab der Geburt spart, hat achtzehn Jahre Zeit — ein Zeitraum, in dem Aktienmärkte historisch deutlich mehr abgeworfen haben als Sparkonten. Ein monatlicher Betrag von CHF 100 bis 200 in einen breiten Fonds ist eine unaufwendige und wirksame Lösung. Gegen Ende des Horizonts wird die Aktienquote schrittweise reduziert, damit ein Rückschlag kurz vor der Ausbildung nicht durchschlägt.
Was steuerlich gilt
Bis zur Volljährigkeit wird das Vermögen und Einkommen des Kindes grundsätzlich den Eltern zugerechnet und in deren Steuererklärung deklariert — mit Ausnahme des Erwerbseinkommens des Kindes. Ab der Volljährigkeit deklariert das Kind selbst. Bei grösseren Beträgen kann das die Vermögenssteuer der Eltern erhöhen; bei üblichen Sparbeträgen ist der Effekt gering.
Sparziel pro Kind führen
Mit dem Family-Plan legt ihr für jedes Kind ein eigenes Sparziel an und verfolgt den Fortschritt über die Jahre.
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- Was ist mit einer Ausbildungsversicherung?
- Sie kombiniert Sparen und Risikoschutz und ist meist teurer und unflexibler als die Trennung beider Elemente. Ein separater Sparplan plus eine günstige Risikoversicherung ist in der Regel effizienter.
- Kann ich das Geld später anders verwenden?
- Nur, wenn es auf deinen Namen läuft. Auf dem Namen des Kindes ist es zweckgebunden im Interesse des Kindes und ab 18 dessen freies Vermögen.
- Wie viel sollten wir sparen?
- Es gibt keinen Richtwert. Sinnvoll ist ein Betrag, der auch bei reduziertem Einkommen tragbar bleibt — Konstanz über achtzehn Jahre wirkt stärker als eine hohe Anfangsrate.
Grundlagen und Quellen
- ZGB Art. 318 ff. — Kindesvermögen — Verwaltung durch die Eltern und Verwendungsschranken
- DBG Art. 9 Abs. 2 — Kinder unter elterlicher Sorge — Zurechnung von Einkommen und Vermögen
Redaktionell aufbereitete Information ohne Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Beträge sind Richtwerte für 2026 und können je nach Kanton, Anbieter und persönlicher Situation abweichen. Keine Provisionen, keine bezahlten Platzierungen. Zur Methodik · Fehler melden
Leutrim Miftaraj
Gründer · Innopulse Consulting GmbH
Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.
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