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Vermögens-Verdopplung (72er-Anwendung)

Die Regel in einem Satz

Nach der 72er-Regel verdoppelt sich ein Vermögen in ungefähr (72 ÷ jährliche Rendite in Prozent) Jahren. Bei 6 % Rendite dauert die Verdopplung also rund 12 Jahre, bei 8 % etwa 9 Jahre. Die Regel macht die Kraft des Zinseszinses und die Bedeutung der Rendite und der Zeit anschaulich.

Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

📐 Die Regel: Verdopplungszeit ≈ 72 ÷ Rendite in %

~18 Jahre
Bei 4 %
~12 Jahre
Bei 6 %
~9 Jahre
Bei 8 %
Zinseszins anschaulich
Nutzen

Rechenbeispiel

PositionWert
Rendite 6 % pro Jahr72 ÷ 6 = 12 Jahre
Rendite 8 % pro Jahr72 ÷ 8 = 9 Jahre
Inflation 3 % (Kaufkraft halbiert)72 ÷ 3 = 24 Jahre
AussageRendite und Zeit sind entscheidend

Warum die Regel funktioniert

Die 72er-Regel ist eine der elegantesten Faustregeln der Finanzwelt: Teilt man die Zahl 72 durch die jährliche Rendite (in Prozent), erhält man näherungsweise die Anzahl Jahre, bis sich ein Betrag durch den Zinseszins verdoppelt. Bei 6 % Rendite sind das rund 12 Jahre, bei 8 % etwa 9 Jahre. Die Regel macht zwei zentrale Erkenntnisse anschaulich: Erstens, wie mächtig der Zinseszins über die Zeit ist — Vermögen wächst exponentiell, nicht linear. Zweitens, wie stark die Rendite die Verdopplungszeit beeinflusst: Schon ein paar Prozentpunkte mehr verkürzen sie deutlich, was zeigt, warum Kosten (die die Nettorendite schmälern) und die Wahl der Anlageform so wichtig sind. Die Regel funktioniert auch in die andere Richtung: Wendet man sie auf die Inflation an, sieht man, wie schnell Geld an Kaufkraft verliert — bei 3 % Inflation halbiert sich die Kaufkraft in rund 24 Jahren.

Wo die Regel bricht

Die 72er-Regel ist eine Näherung, keine exakte Formel — sie ist am genauesten bei Renditen im mittleren einstelligen Bereich und wird bei sehr hohen oder sehr tiefen Renditen ungenauer. Für den Alltagsgebrauch ist sie aber völlig ausreichend. Wichtiger ist ein inhaltlicher Vorbehalt: Sie unterstellt eine konstante jährliche Rendite, während echte Anlagerenditen stark schwanken — die Verdopplung erfolgt in der Realität nicht gleichmässig, sondern über einen langfristigen Durchschnitt mit guten und schlechten Jahren. Zudem muss man von der nominalen Rendite die Inflation, Kosten und Steuern abziehen, um die echte Vermögensverdopplung in Kaufkraft zu berechnen. Die Regel ist ein hervorragendes Denkwerkzeug, um die Kraft von Zinseszins, Rendite und Zeit zu verstehen und Anlageentscheidungen einzuordnen — sie ersetzt aber keine genaue Berechnung und keine realistische Renditeerwartung.

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Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis sich mein Vermögen verdoppelt?

Nach der 72er-Regel etwa 72 geteilt durch die jährliche Rendite in Prozent: Bei 6 % rund 12 Jahre, bei 8 % etwa 9 Jahre. Die Regel macht die Kraft des Zinseszinses anschaulich.

Was ist die 72er-Regel?

Eine Faustregel: 72 geteilt durch die jährliche Rendite (in Prozent) ergibt näherungsweise die Jahre bis zur Verdopplung eines Betrags durch Zinseszins. Sie funktioniert auch für die Inflation (Halbierung der Kaufkraft).

Wie genau ist die 72er-Regel?

Sie ist eine Näherung, am genauesten bei mittleren einstelligen Renditen. Für den Alltag ist sie völlig ausreichend. Sie unterstellt aber eine konstante Rendite, während echte Renditen schwanken — für exakte Werte braucht es eine genaue Berechnung.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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