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Langfrist-Rendite-Faustregel

Die Regel in einem Satz

Als grobe Faustregel haben breit gestreute Aktienanlagen (Weltportfolio) über sehr lange Zeiträume historisch rund 6–8 % Rendite pro Jahr gebracht (vor Abzug der Inflation, die real etwa 2–3 Punkte abzieht). Das ist ein langfristiger Durchschnitt mit starken Schwankungen — kein garantierter Jahreswert.

Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

📐 Die Faustregel: ~6–8 % pro Jahr langfristig (historisch, nominal)

~6–8 %/Jahr
Nominal (historisch)
~4–6 %/Jahr
Real (nach Inflation)
langfristiger Durchschnitt
Wichtig
starke Schwankungen
Kurzfristig

Rechenbeispiel

PositionWert
Annahme langfristige Rendite~7 %/Jahr nominal
Minus Inflation (~2 %)~5 % real
Einzelne Jahrevon stark negativ bis stark positiv
Gilt nurüber lange Zeiträume

Warum die Regel funktioniert

Die Faustregel gibt eine realistische Erwartung für den langfristigen Vermögensaufbau. Historisch haben breit gestreute Aktienmärkte über sehr lange Zeiträume (Jahrzehnte) im Durchschnitt eine Rendite im mittleren einstelligen bis knapp zweistelligen Prozentbereich erwirtschaftet, bevor die Inflation abgezogen wird. Diese Grössenordnung hilft bei der Planung: Sie zeigt, dass Aktien langfristig deutlich mehr bringen als ein Sparkonto (das real oft an Kaufkraft verliert), und liefert eine Basis für Berechnungen zum Vermögensaufbau und zur Vorsorgelücke. Zusammen mit dem Zinseszins erklärt sie, warum frühes und stetiges Investieren über lange Zeiträume so wirkungsvoll ist.

Wo die Regel bricht

Der wichtigste Vorbehalt: Es ist ein langfristiger Durchschnitt, kein garantierter oder jährlicher Wert. Einzelne Jahre schwanken enorm — von starken Verlusten bis zu starken Gewinnen. Wer die Faustregel als sichere Jahresrendite missversteht, wird in schlechten Jahren enttäuscht oder trifft falsche Entscheidungen. Die historischen Werte sind zudem keine Garantie für die Zukunft; künftige Renditen können tiefer ausfallen. Auch muss man von der nominalen Rendite die Inflation abziehen (die real etwa 2–3 Punkte kostet) sowie Kosten (TER, Gebühren) und Steuern, um die tatsächliche Nettorendite zu erhalten. Die Faustregel ist eine nützliche Planungsgrösse, sollte aber konservativ und mit dem Bewusstsein für die Schwankungen verwendet werden. Kurzfristig angelegtes Geld gehört wegen der Schwankungen nicht in Aktien.

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Häufige Fragen

Welche Rendite bringen Aktien langfristig?

Als grobe Faustregel haben breit gestreute Aktien (Weltportfolio) historisch langfristig rund 6–8 % pro Jahr gebracht (nominal, vor Inflation). Real, nach Abzug der Inflation, etwa 4–6 %.

Ist die Rendite jedes Jahr gleich?

Nein, auf keinen Fall — es ist ein langfristiger Durchschnitt. Einzelne Jahre schwanken enorm, von starken Verlusten bis zu starken Gewinnen. Die Faustregel gilt nur über lange Zeiträume.

Kann ich mit dieser Rendite sicher rechnen?

Nein, historische Werte sind keine Garantie für die Zukunft, und man muss Inflation, Kosten und Steuern abziehen. Nutze die Faustregel als konservative Planungsgrösse, nicht als sichere Zusage.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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