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5-Jahres-Anlagehorizont-Regel

Die Regel in einem Satz

Die 5-Jahres-Regel: Investiere nur Geld in Aktien und ETF, das du voraussichtlich mindestens fünf Jahre (besser länger) nicht brauchst. Geld für kurzfristige Ziele oder den Notgroschen gehört auf ein Sparkonto, weil Aktien kurzfristig stark schwanken und man sonst zum ungünstigen Zeitpunkt verkaufen müsste.

Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

📐 Die Regel: Aktien nur für Geld mit ≥ 5 Jahren Horizont

5 Jahre (besser mehr)
Mindesthorizont Aktien
aufs Sparkonto
Kurzfristiges Geld
Aktien schwanken kurzfristig stark
Grund
Zeithorizont bestimmt Anlageform
Prinzip

Rechenbeispiel

PositionWert
Notgroschen / Geld < 5 JahreSparkonto
Anzahlung Eigenheim in 3 Jahrennicht in Aktien
Langfristiger Aufbau / VorsorgeAktien/ETF
PrinzipHorizont entscheidet

Warum die Regel funktioniert

Aktien schwanken kurzfristig stark — sie können in einzelnen Jahren deutlich fallen und sich erst über Jahre wieder erholen. Über lange Zeiträume (viele Jahre bis Jahrzehnte) haben breit gestreute Aktien historisch aber solide Renditen gebracht. Der Zeithorizont ist deshalb der entscheidende Faktor bei der Wahl der Anlageform: Geld, das man bald braucht, darf man nicht dem kurzfristigen Schwankungsrisiko aussetzen, denn wenn der Markt gerade tief steht, wenn man das Geld benötigt, realisiert man Verluste. Die 5-Jahres-Regel zieht hier eine klare Grenze: Nur Geld mit einem Horizont von mindestens fünf Jahren gehört in Aktien; kurzfristig benötigtes Geld (Notgroschen, geplante Anschaffungen, Anzahlung fürs Eigenheim in wenigen Jahren) bleibt sicher und liquide auf dem Sparkonto, auch wenn es dort kaum Zinsen bringt. So passt man das Risiko an den Zweck an.

Wo die Regel bricht

Die fünf Jahre sind ein Minimum, kein Optimum — je länger der Horizont, desto besser lassen sich Schwankungen aussitzen, und für sehr lange Ziele (Vorsorge, Vermögensaufbau über Jahrzehnte) ist ein hoher Aktienanteil klar sinnvoll. Umgekehrt reichen fünf Jahre nicht immer aus, um jeden Einbruch auszusitzen; wer besonders sicherheitsbedürftig ist, wählt einen längeren Mindesthorizont. Bei mittleren Horizonten (etwa fünf bis zehn Jahre) kann ein gemischtes Portfolio (Aktien und sicherere Anlagen) sinnvoll sein, um Schwankungen zu dämpfen. Wichtig ist auch die Flexibilität des Ziels: Ein fixes Datum (Eigenheimkauf) verträgt weniger Risiko als ein flexibles (irgendwann in ferner Zukunft). Die Regel ist ein robuster Grundsatz, der das häufige und teure Fehlverhalten verhindert, kurzfristig benötigtes Geld ins Risiko zu stecken — die Feinabstimmung des Horizonts richtet sich nach Ziel und Risikobereitschaft.

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Häufige Fragen

Ab welchem Zeithorizont soll ich in Aktien investieren?

Als Faustregel nur Geld, das du mindestens fünf Jahre (besser länger) nicht brauchst. Kurzfristig benötigtes Geld gehört aufs Sparkonto, weil Aktien kurzfristig stark schwanken.

Warum gehört der Notgroschen nicht in Aktien?

Weil er jederzeit verfügbar sein muss und Aktien kurzfristig stark schwanken. Kommt eine Notlage, wenn der Markt gerade tief steht, müsstest du mit Verlust verkaufen. Der Notgroschen bleibt sicher auf dem Sparkonto.

Was mache ich mit Geld für ein Ziel in 3 Jahren?

Das gehört nicht in Aktien, weil drei Jahre zu kurz sind, um Schwankungen auszusitzen. Für kurzfristige Ziele (Anzahlung, Anschaffung) ist ein Sparkonto die richtige Wahl, auch wenn es kaum Zinsen bringt.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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