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80-Prozent-Ruhestand-Regel

Die Regel in einem Satz

Die 80-Prozent-Regel besagt, dass man im Ruhestand rund 70–80 % des letzten Erwerbseinkommens braucht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten — weniger, weil Sparen, Vorsorgebeiträge und teils Arbeitswege wegfallen. In der Schweiz zeigt der Vergleich mit AHV und Pensionskasse die zu schliessende Lücke.

Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

📐 Die Regel: ~70–80 % des letzten Einkommens im Ruhestand

~70–80 % des letzten Lohns
Bedarf im Ruhestand
kein Sparen, keine Vorsorgebeiträge
Warum weniger
oft ~60 %
AHV + PK decken
über 3. Säule schliessen
Lücke

Rechenbeispiel

PositionWert
Letztes Nettoeinkommen (Beispiel)CHF 7'000/Monat
80 % Bedarf im RuhestandCHF 5'600/Monat
AHV + PK (ca. 60 %)~CHF 4'200
Zu schliessende Lücke~CHF 1'400/Monat

Warum die Regel funktioniert

Im Ruhestand sinken bestimmte Ausgaben: Man spart nicht mehr für die Vorsorge, zahlt keine Vorsorgebeiträge, hat oft keine Arbeitswege und keine berufsbedingten Kosten mehr, und häufig ist das Eigenheim abbezahlt. Deshalb braucht man nicht 100 % des letzten Einkommens, sondern rund 70–80 %, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Diese Regel hilft bei der Vorsorgeplanung: Sie liefert eine Zielgrösse für das benötigte Ruhestandseinkommen, mit der man den eigenen Vorsorgebedarf abschätzen kann. In der Schweiz vergleicht man diese Zielgrösse mit den erwarteten Leistungen aus AHV und Pensionskasse.

Wo die Regel bricht

Die 80 % sind ein Durchschnittswert — der individuelle Bedarf kann höher oder tiefer liegen. Wer im Ruhestand viel reisen, das Haus renovieren oder einen aktiven, teuren Lebensstil pflegen will, braucht mehr, teils sogar mehr als vorher. Auch steigende Gesundheits- und Pflegekosten im höheren Alter können den Bedarf erhöhen. Umgekehrt kommen manche mit deutlich weniger aus. Wichtig ist der Schweizer Kontext: AHV und Pensionskasse ersetzen zusammen oft nur etwa 60 % — die Differenz zu den benötigten 70–80 % ist die Vorsorgelücke, die man über die 3. Säule und eigenes Vermögen schliessen muss. Wer die Lücke früh kennt, kann sie leichter schliessen.

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Häufige Fragen

Wie viel Einkommen brauche ich im Ruhestand?

Als Faustregel rund 70–80 % des letzten Erwerbseinkommens, um den Lebensstandard zu halten — weniger, weil Sparen, Vorsorgebeiträge und Arbeitswege wegfallen.

Warum reichen 80 % statt 100 %?

Weil im Ruhestand bestimmte Ausgaben wegfallen: keine Vorsorgebeiträge, kein Sparen, keine Arbeitswege, oft ein abbezahltes Eigenheim. Der Grundbedarf bleibt, aber die berufsbedingten Kosten entfallen.

Wie gross ist meine Vorsorgelücke?

AHV und Pensionskasse ersetzen zusammen oft nur rund 60 % des letzten Lohns. Die Differenz zu den benötigten 70–80 % ist die Lücke, die du über die Säule 3a und eigenes Vermögen schliessen musst.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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