28/36-Regel (Wohnkosten)
Die 28/36-Regel: Die Wohnkosten sollten 28 % des Bruttoeinkommens nicht übersteigen, und alle Schuldverpflichtungen zusammen (inkl. Wohnen) nicht mehr als 36 %. In der Schweiz ist bei Wohneigentum zusätzlich die strengere Tragbarkeitsregel mit kalkulatorischem Zins massgebend.
📐 Die Regel: Wohnen ≤ 28 %, alle Schulden ≤ 36 % (brutto)
Rechenbeispiel
| Position | Wert |
|---|---|
| Bruttoeinkommen (Beispiel) | CHF 8'000/Monat |
| 28 % Wohnkosten-Grenze | CHF 2'240 |
| 36 % alle Schulden | CHF 2'880 |
| Spielraum weitere Kredite | CHF 640 |
Warum die Regel funktioniert
Die 28/36-Regel ist eine bewährte Tragbarkeits-Faustregel aus der Hypothekenpraxis. Sie zieht zwei Grenzen: Die Wohnkosten allein sollten 28 % des Bruttoeinkommens nicht übersteigen, und alle Schuldverpflichtungen zusammen (Wohnen plus Kredite, Leasing, Alimente) nicht mehr als 36 %. Das stellt sicher, dass genug Einkommen für das übrige Leben und für unerwartete Ereignisse bleibt. Die Regel gibt eine schnelle Orientierung, ob eine Wohnung oder ein Kredit tragbar ist, ohne komplexe Rechnung — nützlich beim Einschätzen, was man sich leisten kann.
Wo die Regel bricht
In der Schweiz gilt für Wohneigentum eine eigene, strengere Tragbarkeitsregel: Banken rechnen mit einem kalkulatorischen Zins von oft rund 5 % (deutlich über dem Marktzins) plus Amortisation und Unterhalt, und diese Summe darf etwa ein Drittel des Einkommens nicht übersteigen. Diese Schweizer Regel ist bei Hypotheken massgebend, nicht die 28/36-Regel. In Hochpreisregionen sprengt die Miete zudem oft die 28 % — dann muss man Kompromisse eingehen oder die Grenze bewusst überschreiten und anderswo sparen. Die 28/36-Regel ist eine gute erste Orientierung, ersetzt aber nicht die konkrete Schweizer Tragbarkeitsrechnung beim Immobilienkauf.
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Was besagt die 28/36-Regel?
Die Wohnkosten sollten 28 % des Bruttoeinkommens nicht übersteigen und alle Schuldverpflichtungen zusammen nicht mehr als 36 %. Eine schnelle Tragbarkeits-Orientierung.
Gilt die 28/36-Regel für Schweizer Hypotheken?
Als grobe Orientierung ja, aber massgebend ist beim Wohneigentum die strengere Schweizer Tragbarkeitsregel mit kalkulatorischem Zins von rund 5 % plus Amortisation und Unterhalt (max. ~1/3 des Einkommens).
Was, wenn meine Miete über 28 % liegt?
In Hochpreisregionen ist das häufig. Dann entweder beim Wohnen Kompromisse eingehen (kleiner, weiter draussen, WG) oder die Grenze bewusst überschreiten und bei anderen Fixkosten rigoros sparen.
Leutrim Miftaraj
Gründer · Innopulse Consulting GmbH
Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.
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