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Welche Krankenkassen-Franchise lohnt sich für mich?

Kurz beantwortet

Wer mit weniger als rund CHF 1'800 Behandlungskosten pro Jahr rechnet, fährt mit der Höchstfranchise von CHF 2'500 besser; wer regelmässig hohe Kosten hat, mit der Minimalfranchise von CHF 300. Dazwischen liegt der Break-even, der sich pro Kasse leicht verschiebt.

Kategorie: Krankenkasse·Zuletzt geprüft: ·Autor: Leutrim Miftaraj
Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

Die wichtigsten Zahlen

300 / 500 / 1'000 / 1'500 / 2'000 / 2'500
Franchise-Optionen Erwachsene
rund CHF 1'700–1'900 Arztkosten
Break-even (Richtwert)
10 %, max. CHF 700/Jahr
Selbstbehalt zusätzlich
auf 1. Januar, Frist Ende November
Wechsel Franchise

Rechenbeispiel

Rechenbeispiel zu: Welche Krankenkassen-Franchise lohnt sich für mich?
PositionWert
Prämienrabatt Höchstfranchise (Jahr)rund CHF 1'540
Mehrkosten Franchise (2'500 statt 300)CHF 2'200
Break-even Behandlungskostenrund CHF 1'800
Maximale Eigenbeteiligung hohe FranchiseCHF 3'200

So funktioniert die Rechnung

Vergleiche den jährlichen Prämienunterschied zwischen tiefer und hoher Franchise mit der Differenz der Franchisebeträge. Liegt der Prämienrabatt bei CHF 1'540 und die Franchisedifferenz bei CHF 2'200, lohnt sich die hohe Franchise, solange die Behandlungskosten unter rund CHF 1'800 bleiben. Darüber kippt es. Der genaue Punkt hängt von der Kasse, dem Wohnkanton und der Altersgruppe ab — die Rechnung ist mit den konkreten Prämien in fünf Minuten gemacht.

Das maximale Risiko kennen

Bei der Höchstfranchise beträgt die maximale Eigenbeteiligung CHF 2'500 Franchise plus CHF 700 Selbstbehalt, also CHF 3'200 pro Jahr — plus Spitalbeitrag bei stationärem Aufenthalt. Diese Zahl muss als Rückstellung vorhanden sein, sonst ist die hohe Franchise keine Sparmassnahme, sondern ein Risiko. Wer die CHF 3'200 nicht liquide hat, wählt besser eine mittlere Franchise.

Wann die Rechnung nicht gilt

Bei geplanten Eingriffen, Schwangerschaft, chronischen Erkrankungen oder laufender Therapie ist die tiefe Franchise fast immer richtig — bei Mutterschaft entfällt die Kostenbeteiligung für die entsprechenden Leistungen ohnehin weitgehend. Für Kinder gelten eigene, tiefere Franchisen und ein halbierter Selbstbehaltsplafond. Und wer die Franchise nur nach dem Prämienrabatt wählt, ohne die eigene Krankengeschichte anzuschauen, spart im Durchschnitt und verliert im Einzelfall.

Franchise-Rückstellung führen

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Häufige Rückfragen

Wann kann ich die Franchise wechseln?
Auf den 1. Januar, mit Meldung an die Kasse bis Ende November. Eine Erhöhung ist meist unkompliziert, eine Senkung verlangt bei manchen Kassen zusätzliche Beachtung der Fristen.
Was gilt bei Schwangerschaft?
Für Leistungen bei Mutterschaft entfällt die Kostenbeteiligung weitgehend, ab der 13. Schwangerschaftswoche auch für allgemeine Krankheitskosten. Trotzdem ist eine tiefe Franchise sinnvoll, weil davor und danach Kosten anfallen.
Lohnt sich die hohe Franchise für Kinder?
Selten. Kinder haben ohnehin stark reduzierte Prämien, der absolute Rabatt für eine höhere Franchise ist klein, und unvorhersehbare Arztbesuche sind häufig.

Grundlagen und Quellen

  • KVV Art. 93 — Wählbare FranchisenFranchisestufen und maximale Prämienrabatte
  • KVG Art. 64 — KostenbeteiligungSelbstbehalt 10 Prozent, Höchstbetrag pro Jahr

Redaktionell aufbereitete Information ohne Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Beträge sind Richtwerte für 2026 und können je nach Kanton, Anbieter und persönlicher Situation abweichen. Keine Provisionen, keine bezahlten Platzierungen. Zur Methodik · Fehler melden

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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