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Rückstellungs-Regel (Sinking Funds)

Die Regel in einem Satz

Die Rückstellungs-Regel (Sinking Funds): Teile grosse unregelmässige Jahresausgaben — Steuern, Ferien, Versicherungsprämien, Weihnachten, Anschaffungen — durch zwölf und lege den Betrag monatlich zurück. So sind diese Ausgaben da, wenn sie anfallen, ohne dass ein einzelner Monat oder der Notgroschen belastet wird.

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📐 Die Regel: Jahresausgabe ÷ 12 = monatliche Rückstellung

Jahresbetrag durch 12
Prinzip
Steuern, Ferien, Prämien, etc.
Für
keine Budget-Schocks
Effekt
Steuer-Rückstellung
Schweiz-Klassiker

Rechenbeispiel

PositionWert
Jährliche Steuerrechnung (Beispiel)CHF 6'000
Monatliche Rückstellung (÷12)CHF 500
Ferien CHF 3'600/Jahr (÷12)CHF 300/Monat
EffektGeld da, wenn Rechnung kommt

Warum die Regel funktioniert

Viele grosse Ausgaben fallen nicht monatlich, sondern jährlich oder unregelmässig an: die Steuerrechnung, Ferien, jährliche Versicherungsprämien, Weihnachten, grössere Anschaffungen. Wer sie nicht einplant, wird von ihnen «überrascht», obwohl sie absehbar sind — und muss dann das Monatsbudget sprengen, den Notgroschen anzapfen oder gar Schulden machen. Die Rückstellungs-Regel löst das elegant: Man schätzt die Jahressumme jeder solchen Ausgabe, teilt sie durch zwölf und legt den Betrag monatlich auf ein separates Rückstellungskonto (oder gedanklich getrennt). Wenn die Rechnung kommt, ist das Geld da. Das glättet die Ausgaben über das Jahr und nimmt die grossen Budget-Schocks weg. In der Schweiz ist die Steuer-Rückstellung der wichtigste Anwendungsfall, weil die Steuern nicht an der Quelle abgezogen werden.

Wo die Regel bricht

Die Rückstellungs-Regel erfordert Disziplin und einen guten Überblick über die anstehenden Jahresausgaben — wer sie zu tief schätzt, hat am Ende doch zu wenig zurückgelegt. Deshalb sollte man die grossen unregelmässigen Posten einmal sauber auflisten und realistisch (eher grosszügig) schätzen. Ein praktisches Problem ist die Vermischung: Wenn die Rückstellungen auf demselben Konto wie das laufende Geld liegen, ist die Versuchung gross, sie doch auszugeben. Deshalb hilft ein separates Konto oder eine klare gedankliche Trennung. Bei sehr knappem Budget kann es schwierig sein, alle Rückstellungen gleichzeitig aufzubauen — dann priorisiert man die unverzichtbaren (Steuern) und baut die anderen nach und nach auf. Die Regel ist eng verwandt mit dem Zero-Based-Budget, wo Rückstellungen als Aufgaben eingeplant werden.

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Häufige Fragen

Was sind Sinking Funds oder Rückstellungen?

Das gezielte monatliche Zurücklegen für grosse unregelmässige Ausgaben: Man teilt den Jahresbetrag (Steuern, Ferien, Prämien) durch zwölf und legt ihn monatlich zurück, damit das Geld da ist, wenn die Rechnung kommt.

Warum sollte ich für Steuern monatlich zurücklegen?

Weil die Steuern in der Schweiz nicht an der Quelle abgezogen werden (ausser bei Quellensteuer) und als grosse Jahresrechnung kommen. Wer nicht monatlich zurücklegt, wird von der Rechnung überrascht und muss das Budget sprengen.

Wo lege ich die Rückstellungen an?

Am besten auf einem separaten Konto oder mit klarer gedanklicher Trennung, damit die Versuchung wegfällt, sie doch auszugeben. So bleibt das Geld für seinen Zweck reserviert.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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