60-Prozent-Fixkosten-Regel
Als Faustregel sollten die Fixkosten (Wohnen, Krankenkasse, Versicherungen, Abos, Steuern) 60 % des Nettoeinkommens nicht übersteigen — bei CHF 6'000 netto also maximal CHF 3'600. Übersteigen sie diese Grenze deutlich, wird jedes Sparen und jede finanzielle Flexibilität schwierig.
📐 Die Regel: Fixkosten max. 60 % vom Netto
Rechenbeispiel
| Position | Wert |
|---|---|
| Nettolohn (Beispiel) | CHF 6'000 |
| Fixkosten-Obergrenze 60 % | CHF 3'600 |
| Verbleibt für Variables + Sparen | CHF 2'400 |
| Bei 75 % Fixkosten (kritisch) | nur CHF 1'500 Rest |
Warum die Regel funktioniert
Fixkosten sind wiederkehrende Verpflichtungen, die man nicht kurzfristig ändern kann — sie bestimmen den finanziellen Spielraum jedes Monats. Sind sie zu hoch, bleibt kaum Platz für variable Ausgaben und Sparen, und schon eine kleine unerwartete Ausgabe bringt das Budget aus dem Gleichgewicht. Die 60-Prozent-Grenze stellt sicher, dass genug Puffer und Sparpotenzial bleibt. Der grosse Vorteil: Wer sein Fixkostenproblem erkennt, kennt auch den Hebel — es sind fast immer die grossen Blöcke (Wohnen, Auto, Krankenkasse), nicht der Kaffee, die den Unterschied machen.
Wo die Regel bricht
In Hochpreisregionen (Zürich, Genf, Zug) sprengt allein die Miete oft die Fixkostengrenze — dann muss man entweder beim Wohnen Kompromisse eingehen (kleiner, weiter draussen, WG) oder die Grenze bewusst überschreiten und dafür bei anderen Fixkosten (Auto, Abos) rigoros sparen. Bei sehr tiefem Einkommen sind die Fixkosten anteilig fast immer hoch, weil die Grundkosten des Lebens einen grossen Teil ausmachen — hier ist die Regel schwer einzuhalten und der Fokus liegt auf dem Optimieren jedes einzelnen Postens. Wichtig: Steuern gehören in der Schweiz zwingend in die Fixkostenrechnung (als Monatsrückstellung), sonst täuscht die Zahl.
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Wie hoch dürfen meine Fixkosten sein?
Als Faustregel maximal 60 % des Nettoeinkommens. Ideal sind 50 % oder tiefer. Ab 70 % wird es kritisch, weil kaum Spielraum für Sparen und Unerwartetes bleibt.
Was zählt zu den Fixkosten?
Wohnen (Miete/Hypothek, Nebenkosten), Krankenkasse, Versicherungen, Abos (Handy, Internet, Streaming), ÖV/Auto-Fixkosten und — in der Schweiz wichtig — die Steuern als Monatsrückstellung.
Was, wenn meine Fixkosten zu hoch sind?
Beim grössten Posten ansetzen, meist Wohnen: kleiner, weiter draussen oder WG. Dann Auto (grosser Fixkostenblock), Krankenkasse (Wechsel, Modell) und Abos. Die grossen Blöcke sind der Hebel, nicht die Kleinausgaben.
Leutrim Miftaraj
Gründer · Innopulse Consulting GmbH
Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.
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