Wie viele Säule-3a-Konten braucht man?
Als Faustregel gilt ein Konto pro rund CHF 50'000 erwartetem Endguthaben — für die meisten Erwerbstätigen sind das drei bis fünf Konten. Der Grund ist die progressive Kapitalbezugssteuer: Ein Konto kann nur ganz bezogen werden, gestaffelte Bezüge senken die Steuerlast.
Die wichtigsten Zahlen
Rechenbeispiel
| Position | Wert |
|---|---|
| Erwartetes Endguthaben | CHF 240'000 |
| Empfohlene Kontenzahl | 5 |
| Bezug pro Jahr | rund CHF 48'000 |
| Bezugsfenster | 5 Jahre vor bis Rentenalter |
Warum die Aufteilung Geld spart
Die Kapitalbezugssteuer ist in allen Kantonen progressiv ausgestaltet. Wird das gesamte Guthaben in einem Jahr bezogen, greift der höchste Satz auf die volle Summe. Verteilt auf fünf Jahre bleibt jeder Einzelbezug in einer tieferen Progressionsstufe. Der Unterschied kann je nach Kanton und Betrag mehrere tausend Franken ausmachen — für eine Massnahme, die nur ein paar Kontoeröffnungen kostet.
Warum früh aufteilen besser ist
Bestehendes 3a-Guthaben lässt sich nicht beliebig splitten: Ein Konto kann zwar zu einer anderen Stiftung übertragen, aber nicht auf mehrere Konten aufgeteilt werden. Wer erst mit sechzig merkt, dass alles auf einem Konto liegt, kann die Staffelung nicht mehr herstellen. Deshalb gilt: neue Konten eröffnen, sobald das bestehende die Zielgrösse erreicht, und die laufenden Einzahlungen umlenken.
Wo die Grenze liegt
Mehr als fünf bis sechs Konten bringen selten zusätzlichen Nutzen: Das Bezugsfenster umfasst maximal die fünf Jahre vor dem Rentenalter plus allfälliger Aufschub bei Weiterarbeit. Zudem steigt der Verwaltungsaufwand, und bei Wertschriftenlösungen können Mindestgebühren pro Depot die Ersparnis auffressen. Drei bis fünf ist für die allermeisten die richtige Zahl.
Vorsorgekonten übersichtlich führen
BudgetHub hält alle 3a-Konten mit Stand und Zielbezugsjahr fest — damit die Staffelung nicht in Vergessenheit gerät.
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- Muss ich alle Konten bei derselben Bank führen?
- Nein, und es kann sinnvoll sein, zu streuen — etwa ein Wertschriftendepot für den langfristigen Teil und ein klassisches Konto für die letzten Jahre vor dem Bezug.
- Was, wenn ich schon alles auf einem Konto habe?
- Ein bestehendes Konto kann nicht geteilt werden. Ab sofort neue Einzahlungen auf ein zweites Konto lenken — je früher, desto besser lässt sich die Staffelung noch aufbauen.
- Zählt bei Ehepaaren jedes Konto separat?
- Für die Kontenführung ja, für die Steuerprogression nicht: Kapitalleistungen beider Ehegatten im selben Jahr werden für die Satzbestimmung zusammengezählt. Die Staffelung muss also über beide Partner hinweg geplant werden.
Grundlagen und Quellen
- BVV 3 Art. 3 — Ausrichtung der Altersleistungen — Vollständige Auflösung eines Vorsorgeverhältnisses
- DBG Art. 38 — Kapitalleistungen aus Vorsorge — Getrennte Besteuerung, Zusammenrechnung bei Ehegatten
Redaktionell aufbereitete Information ohne Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Beträge sind Richtwerte für 2026 und können je nach Kanton, Anbieter und persönlicher Situation abweichen. Keine Provisionen, keine bezahlten Platzierungen. Zur Methodik · Fehler melden
Leutrim Miftaraj
Gründer · Innopulse Consulting GmbH
Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.
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