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Wie viel Prozent vom Lohn darf die Miete kosten?

Kurz beantwortet

Als Richtwert soll die Bruttomiete inklusive Nebenkosten höchstens ein Drittel des Bruttoeinkommens betragen — bei CHF 90'000 Jahreslohn also maximal CHF 2'500 pro Monat. Schweizer Vermieter prüfen genau diese Quote bei der Wohnungsbewerbung.

Kategorie: Wohnen·Zuletzt geprüft: ·Autor: Leutrim Miftaraj
Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

Die wichtigsten Zahlen

max. 33 % vom Bruttolohn
Richtwert Bruttomiete
max. CHF 2'500/Monat
Bei CHF 90'000 brutto/Jahr
Jahresmiete × 3 ≤ Jahreslohn
Was Vermieter prüfen
oft 35–40 %
Realität Stadt Zürich

Rechenbeispiel

Rechenbeispiel zu: Wie viel Prozent vom Lohn darf die Miete kosten?
PositionWert
Bruttolohn pro JahrCHF 90'000
Drittel davon (Jahresmiete)CHF 30'000
Monatlich (inkl. Nebenkosten)CHF 2'500
Netto verfügbar nach Miete (ca.)CHF 3'800

Warum ausgerechnet ein Drittel

Die Drittelsregel stammt nicht aus der Budgetberatung, sondern aus der Vermieterpraxis: Wer mehr als ein Drittel des Bruttoeinkommens für Wohnen ausgibt, hat statistisch ein deutlich höheres Ausfallrisiko. Verwaltungen rechnen deshalb mechanisch Jahresmiete mal drei und vergleichen mit dem Bruttolohn im Bewerbungsdossier. Die Zahl entscheidet also nicht nur über dein Budget, sondern zuerst darüber, ob du die Wohnung überhaupt bekommst.

Wo die Regel bricht

In der Stadt Zürich, Genf und Zug ist ein Drittel für viele Haushalte schlicht nicht erreichbar — dort liegen Mietquoten von 35 bis 40 Prozent im Normalbereich. Umgekehrt ist die Regel bei hohen Einkommen zu grosszügig: Wer CHF 200'000 verdient, muss keine CHF 5'500 Miete zahlen, nur weil er dürfte. Und Doppelverdiener ohne Kinder können die Quote bewusst überziehen, weil ihre übrigen Fixkosten proportional kleiner sind.

Die ehrlichere Rechnung

Aussagekräftiger als die Bruttoquote ist die Belastung nach Steuern: Nimm deinen Nettolohn, ziehe die Steuerrückstellung ab und schau, welcher Anteil davon in die Wohnung fliesst. Über 40 Prozent des versteuerten Nettolohns wird es eng — dann bleibt für Krankenkasse, Vorsorge und Unvorhergesehenes zu wenig übrig. Genau diese Zahl siehst du erst, wenn du deine Fixkosten einmal vollständig auflistest.

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Häufige Rückfragen

Zählen die Nebenkosten zur Drittelsregel?
Ja. Vermieter rechnen mit der Bruttomiete, also Nettomiete plus Nebenkostenakonto. Wer nur die Nettomiete vergleicht, unterschätzt die eigene Belastung um typischerweise CHF 150 bis 300 pro Monat.
Gilt die Regel auch bei Wohneigentum?
Nein, dort gilt die Tragbarkeitsregel: Zins zum kalkulatorischen Satz von 5 Prozent plus 1 Prozent Unterhalt plus Amortisation dürfen zusammen höchstens ein Drittel des Bruttoeinkommens ausmachen.
Was, wenn zwei Personen die Wohnung mieten?
Die meisten Verwaltungen addieren beide Bruttoeinkommen, verlangen aber Solidarhaftung. Beide haften dann für die volle Miete — auch wenn eine Person auszieht.

Grundlagen und Quellen

  • Bundesamt für Statistik — HaushaltsbudgeterhebungWohnkostenanteil Schweizer Haushalte im Zeitverlauf
  • Übliche Dossierprüfung Schweizer LiegenschaftsverwaltungenJahresmiete × 3 als Einkommensgrenze

Redaktionell aufbereitete Information ohne Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Beträge sind Richtwerte für 2026 und können je nach Kanton, Anbieter und persönlicher Situation abweichen. Keine Provisionen, keine bezahlten Platzierungen. Zur Methodik · Fehler melden

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Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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