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Was ist der 13. Monatslohn und wie plane ich ihn?

Kurz beantwortet

Der 13. Monatslohn ist kein Bonus, sondern ein vertraglich vereinbarter Lohnbestandteil, der auf dreizehn statt zwölf Zahlungen verteilt wird. Er ist voll steuer- und beitragspflichtig — sinnvoll ist eine Aufteilung auf Steuerrückstellung, Jahreskosten und Sparziel.

Kategorie: Arbeit·Zuletzt geprüft: ·Autor: Leutrim Miftaraj
Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

Die wichtigsten Zahlen

Lohnbestandteil, kein Bonus
Rechtsnatur
nur bei vertraglicher Vereinbarung
Anspruch
in der Regel pro rata
Bei Austritt
Steuern, Jahreskosten, Sparziel
Empfohlene Verwendung

Rechenbeispiel

Rechenbeispiel zu: Was ist der 13. Monatslohn und wie plane ich ihn?
PositionWert
13. Monatslohn bruttoCHF 7'000
Sozialabgaben−CHF 950
Steueranteil zurückstellen−CHF 1'600
Jahresrückstellungen auffüllen−CHF 2'000
Frei verfügbarrund CHF 2'450

Warum er kein Geschenk ist

Der 13. ist Teil des Jahreslohnes, nur anders verteilt. Wer ihn als Extra betrachtet, hat faktisch elf Monate zu grosszügig budgetiert und finanziert die Lücke im Dezember. Richtig ist die umgekehrte Sicht: Der Jahreslohn geteilt durch zwölf ist das monatlich Verfügbare, und der 13. ist die Reserve für genau die Kosten, die nicht monatlich anfallen.

Der Anspruch besteht nicht automatisch

In der Schweiz gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf einen 13. Monatslohn — er muss im Arbeitsvertrag, im Gesamtarbeitsvertrag oder aufgrund betrieblicher Übung vereinbart sein. Bei unterjährigem Ein- oder Austritt wird er in der Regel anteilig ausgerichtet. Anders als eine echte Gratifikation ist er nicht ins Ermessen des Arbeitgebers gestellt.

Die sinnvolle Aufteilung

Zuerst der Steueranteil, weil der 13. das Jahreseinkommen erhöht und dem Grenzsteuersatz unterliegt. Danach die Rückstellung für Jahreskosten wie Versicherungsprämien, Zahnarzt und Ferien. Was danach bleibt, ist frei — und darf es auch sein. Diese Reihenfolge verhindert, dass der Dezemberbetrag im Januar bereits fehlt.

Den 13. richtig verteilen

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Häufige Rückfragen

Wann wird er ausbezahlt?
Üblich ist November oder Dezember, teils auch aufgeteilt auf Juni und Dezember. Massgebend ist die vertragliche Regelung.
Ist er bei Krankheit oder Mutterschaft geschuldet?
In der Regel ja, soweit ein Lohnanspruch besteht. Bei längeren unbezahlten Abwesenheiten kann er anteilig gekürzt werden.
Was ist der Unterschied zur Gratifikation?
Eine Gratifikation ist grundsätzlich freiwillig und kann an Bedingungen geknüpft werden. Der 13. Monatslohn ist ein fester Lohnbestandteil mit Rechtsanspruch.

Grundlagen und Quellen

  • OR Art. 322d — GratifikationAbgrenzung zwischen Lohnbestandteil und freiwilliger Gratifikation
  • AHVV — Massgebender LohnBeitragspflicht auf dem 13. Monatslohn

Redaktionell aufbereitete Information ohne Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Beträge sind Richtwerte für 2026 und können je nach Kanton, Anbieter und persönlicher Situation abweichen. Keine Provisionen, keine bezahlten Platzierungen. Zur Methodik · Fehler melden

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

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