BW
🗂️

3-Konten-Modell

Die Regel in einem Satz

Das 3-Konten-Modell trennt dein Geld physisch: ein Zahlkonto für Fixkosten und Alltag, ein Sparkonto für Ziele und Notgroschen, ein Spass-Konto für frei verfügbares Geld — verteilt per Dauerauftrag am Zahltag. Was auf dem Spass-Konto liegt, darf ohne schlechtes Gewissen weg.

Keine Werbung🇨🇭Schweiz-spezifisch📅Stand 2026🔍Quellenbasiert

📐 Die Regel: Zahlkonto · Sparkonto · Spass-Konto

Fixkosten + Alltag
Konto 1
Sparen + Notgroschen
Konto 2
freies Geld («Spass»)
Konto 3
Dauerauftrag am Zahltag
Verteilung

Rechenbeispiel

PositionWert
Lohn CHF 6'500 aufs Zahlkonto
Dauerauftrag → Sparkonto (20 %)CHF 1'300
Dauerauftrag → Spass-KontoCHF 800
Bleibt für Fixkosten + HaushaltCHF 4'400

Warum die Regel funktioniert

Kontotrennung ersetzt Willenskraft durch Architektur: Der Kontostand des Spass-Kontos beantwortet die Frage «Kann ich mir das leisten?» in einer Sekunde und ohne Excel — bei null ist Pause, ohne dass Miete oder Sparziel je in Gefahr waren. Das Modell nutzt Mental Accounting (die menschliche Neigung, Geld in Töpfen zu denken) produktiv, statt sie zu bekämpfen. In der Schweiz ist die Umsetzung gratis bis fast gratis: Smartphone-Banken und viele Kantonalbanken bieten kostenlose Zweit- und Unterkonten («Spaces», «Töpfe») mit automatischen Regeln.

Wo die Regel bricht

Das Modell verwaltet Geldflüsse, heilt aber kein strukturelles Defizit: Wenn Fixkosten das Zahlkonto sprengen, hilft kein viertes Konto, sondern die Fixkosten-Sanierung. Paare brauchen zudem eine erweiterte Version (gemeinsames Haushaltskonto plus individuelle Spass-Konten — das «3+2-Modell»), sonst wird die Trennung zur Konfliktquelle. Und Vorsicht vor Konto-Inflation: Wer acht Töpfe mit Mikrobeträgen pflegt, verwaltet mehr als er spart. Drei bis vier Konten mit klaren Regeln schlagen jede ausgeklügelte Struktur, die nach drei Monaten niemand mehr pflegt.

📊

Konten & Töpfe im Überblick

BudgetHub legt virtuelle Töpfe über deine Konten — Sparziele, Jahresrechnungen und freies Geld immer auf einen Blick.

BudgetHub kostenlos starten →

Häufige Fragen

Braucht es dafür verschiedene Banken?

Nein — Unterkonten bei derselben Bank reichen und vereinfachen die Daueraufträge. Nur der Notgroschen darf gern separat liegen: Eine kleine Zugriffshürde schützt vor dem Anknabbern.

Wo laufen Kreditkarte und Twint?

Konsequent übers passende Konto: Alltagskarte aufs Zahlkonto, eine separate Karte (oder Debitkarte) fürs Spass-Konto. Eine einzige Karte für alles unterläuft die ganze Trennung.

Was ist mit jährlichen Rechnungen?

Die brauchen einen eigenen Topf oder das Sparkonto mit Unterkategorie — nach der Jahresrechnungs-Regel: alle Jahresrechnungen zusammenzählen, durch 12 teilen, monatlich rüberschieben. Steuern, Serafe und Versicherungen hören auf, «Überraschungen» zu sein.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer · Innopulse Consulting GmbH

Unternehmer und Finanzbildungs-Enthusiast. Gründer von BudgetHub und dem Budgetwissen-Netzwerk. Ziel: Schweizer Finanzwissen verständlich machen — für alle.

Mehr erfahren →

Verwandte Faustregeln